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ILAN wurde bisher unterstützt durch:

Paul Lechler Stiftung Logo



Portraits der ILAN-KünstlerInnen
(Ein Film von Hella Wenders)

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AndersSein vereint - Inklusionssong für Deutschland

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ILAN ist vernetzt mit dem REHADAT-Bildungsportal:

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INKLUSIONSSONG - der Frankfurter Band "Blind Foundation"

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"Souvenir - Wege zum Glück", Eine filmische Dokumentation über das 3. Hannoversche Inklusive Soundfestival 2013"

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ILAN Die Idee

Laura Brückmann & der Junge Kammerchor Lucente
brauchen Unterstützung

http://www.place2help.org/muenchen/projekte/ex-umbra/


ILAN – Inclusion Life Art Network

Die Idee

ILAN, das „Inclusion Life Art Network“, soll für Künstlerinnen und Künstler mit und ohne Behinderung, Companies und Organisationen in der Kunst-Welt eine Plattform zur Vernetzung und Zusammenarbeit sein.
Das Inclusion Life Art Network ist im Aufbau begriffen, braucht viele Netzknüpferinnen und Netzwerker.
Wertvolle Formen der Zusammenarbeit und Unterstützung erfährt ILAN z.B. durch die Elterninitiative “Gemeinsam Leben – Gemeinsam Lernen für Inklusion im Landkreis Göppingen e.V.”.
http://gemeinsamleben-gp.de/projekte

ILAN setzt sich drei Hauptziele. Es will:

  1. Inklusive Kunst fördern
  2. Inklusive künstlerische Arbeitswelten kreieren
  3. Inklusive Ausbildungsplätze aufbauen

ILAN sieht sich der UN-Behindertenrechtskonvention vom 13. Dezember 2006 verpflichtet, die seit Februar 2009 in Deutschland rechtswirksam ist. Die Konvention ist seit dem 3. Mai 2008 völkerrechtlich in Kraft; sie ist mittlerweile von 158 Staaten unterzeichnet und von 151 Staaten ratifiziert worden (Stand Herbst 2014).
Vgl. hierzu Heiner Bielefeldt, Zum Innovationspotenzial der UN-Behindertenrechtskonvention, Essay No.5 (3. Aufl. 2009), hrsg. vom Deutschen Institut für Menschenrechte, Berlin. [Dr. Bielefeldt-PDF.
Die Arbeit von ILAN bedeutet einen Paradigmenwechsel – von der Integration hin zur Inklusion in der Welt der Kunst und der Welt der Künstler. Sie ist geprägt von der Achtung der Rechte von Menschen mit Behinderung und dem Streben nach Verwirklichung dieser Rechte. Hierzu bedarf es einer fortschreitenden gesellschaftlichen Entwicklung – hin zu inklusiven Systemen in Bildungsbereichen, Betrieben, Organisationen und öffentlichen Einrichtungen, eben in allen Lebensbereichen.

Begriffsklärung

Integration besagt: Ein Mensch mit Behinderung wird mittels einzelner Unterstützungsmaßnahmen in bestimmten Bereichen am gesellschaftlichen Leben beteiligt. Inklusion hingegen beinhaltet, dass gesellschaftliche Strukturen grundsätzlich so verändert werden, dass die Teilhabe von Menschen mit einer Behinderung von vornherein mitbedacht und systemisch gesichert wird durch staatliche Maßnahmen wie Barrierefreiheit, Assistenz und Empowerment. ILAN und seine Netzwerker/innen setzen sich für eine inklusive Welt der Kunst ein.

1. Inklusive Kunst
Unter inklusiver Kunst verstehen die ILAN-Netzwerker/innen das Betreiben von Kunst auf gleicher Augenhöhe a l l e r am künstlerischen Prozess Beteiligten. Inklusive Kunst wird durch einen bewusstseinsbildenden gesellschaftlichen Prozess entwickelt und gewinnt dadurch an praktischer Bedeutung.
Artikel 30 Abs. 2 der UN-Behindertenrechtskonvention soll der Leitgedanke für diese inklusive Entwicklungsarbeit in der Kunst sein:
„ Die Vertragsstaaten treffen geeignete Maßnahmen, um Menschen mit Behinderungen die Möglichkeit zu geben, ihr kreatives, künstlerisches und intellektuelles Potenzial zu entfalten und zu nutzen, nicht nur für sich selbst, sondern auch zur Bereicherung der Gesellschaft.“

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2. Inklusive künstlerische Arbeitswelten
Das Bestreben von ILAN ist es, bestehende Companies und Künstler/innen darin zu ermutigen und zu unterstützen, die Organisations- und Produktionsformen zu inklusiven Systemen umzubauen.

Durch eine partizipative Kommunikation soll die gleichberechtigte Teilhabe aller an künstlerischen Produktionen Beteiligten ermöglicht werden. Eine Kultur der gegenseitigen Wertschätzung wird gepflegt, um Empowerment – die Selbstverwirklichung – aller Künstler/innen zu befördern. Der Erkenntnis, die „Vielfalt als Chance“ zu nutzen, wird große Bedeutung beigemessen. Es soll ein potenzial- und ressourcenorientiertes künstlerisches Schaffen erreicht werden.

Menschliche Ausdrucks- und Lebensformen jedweder Art sind der Stoff, aus dem die Träume – die Kunst – geschaffen werden.

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3. Inklusive Ausbildungsplätze

Im Artikel 24, Absatz 1 der UN-Konvention wird ein inklusives Bildungssystem zugesichert:
„…. States Parties shall ensure an inclusive education system at all levels and lifelong learning…“
Konsequenz ist der pilotweise Aufbau einer inklusiven Berufsbildung innerhalb der vorhandenen künstlerischen Ausbildungsstätten sowie in professionellen Companies, Orchestern, Theatern, Galerien, Kunstwerkstätten und anderen Einrichtungen. Eine neue, attraktive Möglichkeit zur finanziellen Gestaltung dieser beruflichen Bildung ist durch das „Persönliche Budget“ in § 17 des Neunten Buches des Sozialgesetzbuchs (SGB IX) eröffnet (www.gemeinsamleben-gemeinsamlernen.de).
Das Budget für die berufliche Bildung wird individuell bemessen;, überwiegend beträgt es im Monat zwischen 1.100 und bis 1.400 Euro. Es ermöglicht eine individuelle, selbstbestimmte Berufsbildung und steht jedem Menschen mit einer Behinderung ab dem 18. Lebensjahr zu. (www.bag-ub.de).
Beispiele: In den unterschiedlichsten Betrieben/Organisationen/Einrichtungen sind bisher Qualifizierungsmaßnahmen durchgeführt worden und Ausbildungsplätze geschaffen worden. Dazu zählen eine Kunstschule, eine Tanzschule eine Musiktherapeutische Praxis, eine Theaterpädagogische Einrichtung, ein Kinder und-Jugendtheater, ein Integrativer Kindergarten und verschiedene Schularten. Die jeweilige Agentur für Arbeit hat in Zusammenarbeit mit den künstlerischen/pädagogischen Betrieben individuelle Ausbildungskonzepte entworfen, die nötigen Rahmenbedingungen geschaffen und die 24-monatige Qualifizierung durchgeführt.. Mittels des „Persönlichen Budgets“ (§ 17 Abs. 2-4 SGB IX) können die künstlerischen/pädagogischen Betriebe die notwendige Arbeitsassistenz für den/die KünstlerIn mit Behinderung finanzieren.
Das Inclusion Life Art Network bietet einzelnen KünstlerInnen und Teams Unterstützung beim Aufbau solcher inklusiver Ausbildungsplätze an. Diese Unterstützung bezieht sich auf rechtliche, verwaltungstechnische, organisatorische und/oder personelle, pädagogische Fragen.
Im Aufbauprozess dieser Ausbildungsplätze und der damit einhergehenden systemischen Organisationsentwicklung kann der „Index für Inklusion“ sicherlich sehr hilfreich sein. Das Gleiche gilt für das Handbuch „Inklusion vor Ort“ das bei der „Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft“ erhältlich ist.

Projektleitung
Mona Weniger

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